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Elf Gruppen, darunter Erwachsene aus Bad Königshofen und zwei Gruppen aus Aubstadt sammelten 3669, 38 Euro.

Sie sammelten unter dem Motto "Schule statt Fabrik", damit Kinder aus den Arbeitsverhältnissen gelöst und die Schule besuchen können. Insgesamt kam das stolze Ergebnis von 3.669,38 Euro zusammen.  An die Kinderarbeit in Bangladesch erinnerte am Dreikönigstag ein Eingangsspiel zur Aussendungsfeier der Sternsinger in der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen. Die Sternsinger und die Gottesdienstbesucher erfuhren, dass Kinderarbeit dort an der Tagesordnung ist. Sie arbeiten in einer heißen Aluminiumfabrik und bekommen dadurch silberglänzende Hände. Für weniger als 1,50 Euro am Tag stehen sie ohne Schutzkleidung an einer dröhnenden Maschine. Dort stellen sie Schüsseln her.

Kinder werden eingesetzt, um verschiedene Arbeiten zu erledigen, Kohlen und Asche aus den Öfen entfernen oder auch um Kleinigkeiten herzurichten. Eine anstrengende und schmutzige Arbeit, erfuhr man in der Stadtpfarrkirche. Um Süßigkeiten zu kaufen, fehlt das notwendige Geld. Geschichten, die bei der Wortgottesfeier zur Aussendung der Sternsinger berichtet wurden. Kinder schuften wie Erwachsene. In die Schule können sie nicht gehen, weil die Familie das Geld zum Leben braucht.

Mit Hilfe von Spenden werden Kinder aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen gelöst, sie bekommen die Chance die Schule zu besuchen anstatt zu arbeiten. Dank der bisher eingegangenen Spenden konnten bereits über 400 Kinder wieder zur Schule gehen. Kinder, die zuvor arbeiten mussten, um ihre Familien zu unterstützen. Rund 680 Jugendliche haben eine Ausbildung begonnen und können sich nun selbst eine Zukunft aufbauen.

Doch noch viele Kinder in Bangladesch träumen von dieser Chance. Um ihnen die Möglichkeiten eines besseren Lebens zu ermöglichen, stand die Sternsingeraktion in diesem Jahr unter dem Motto „Schule statt Fabrik in Bangladesch“. Die Caritas Bangladesch bildet im Norden des Landes Kinder und Jugendliche armer und benachteiligter indigener Bevölkerungsgruppen aus. Sie sensibilisiert Eltern für das Recht auf Bildung und vermittelt ihnen, dass ihre Kinder bessere Zukunftschancen haben, wenn sie zur Schule gehen. Darauf verwies auch Pfarrer Stephan Frank in seinen Eingangsworten.

In Gedanken und Bildern reise man bei der Aussendungsfeier nach Bangladesch und lerne dort das Leben der Menschen, vor allem der Kinder kennen. Der Geistliche erinnerte an das Motto der Sternsingeraktion „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Dabei wolle man genauer hinschauen und erfahren, wie es den Menschen dort geht. Hingewiesen hat der dabei auch auf Kleidungsstücke, in denen auf dem Ediket „Made in Bangladesch“ zu lesen ist. Hier sei es durchaus möglich, dass Kinder, dieses Kleidungsstück angefertigt haben. Das sei der Hintergrund der Spendenaktion durch die Sternsingergruppen in diesem Jahr.

In Bad Königshofen waren in diesem Jahr elf Sternsingergruppen unterwegs, darunter auch wieder Erwachsene und zwei Gruppen, die in Aubstadt unterwegs sind. Sie gingen von Haus zu Haus, sagten ihre Texte auf und baten um eine Spende für die Aktion „Schule statt Fabrik in Bangladesch.“ Der Chor After Eight gestaltete wieder die Wortgottesfeier, die mit der Aussendung der Sternsinger endete.

Autor: Hanns Friedrich

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