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Die Augen der 6 Sternsingerinnen und Sternsinger strahlten mit ihren Kronen um die Wette. Am Tisch verkündete Magdalena Schneider der königlichen Schar und den erwachsenen Begleitenden das Ergebnis der diesjährigen Sternsingeraktion aus Ottelmannshausen. 544,69 Euro kamen bei der Aktion Dreikönigssingen zusammen.

Ein tolles Ergebnis für die Jugendlichen. Viele Male hatten sie ihre Texte vorgetragen, den Segen „20*C+M+B+26“ über die Haustüren geschrieben und die stolze Spendensumme für benachteiligte Kinder in aller Welt gesammelt. „Überall haben sich die Leute gefreut als wir geklingelt haben“, erzählte Korbinian, 11 Jahre. „Ganz viele Menschen haben uns gesagt, wie toll sie unseren Einsatz für die Kinder in der Welt finden.“ Auch den Christen unserer Diasporagemeinde Irmelshausen war es dieses Jahr wieder möglich, den Segen zu bestellen, was mit großem Interesse angenommen wurde. Das freut besonders Linus, der nun schon einige Jahre fester Bestandteil der Sternsingergruppe ist.

Marion Nastvogel-Schöpf war vom Einsatz ihrer Königinnen und Könige begeistert: „Unsere Sternsinger sind einfach klasse. Einen ganzen Tag lang waren sie unterwegs, haben keine Straße im Ort ausgelassen und sind voller Eindrücke und mit einer schweren Sammeldose zurückgekommen. Sie haben den Segen gebracht und sind zu einem Segen für die Kinder in der Welt geworden!“

„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ hieß das Leitwort der 68. Aktion Dreikönigssingen, die Beispielprojekte liegen in Bangladesch. Das Dreikönigssingen wird bundesweit getragen vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Die Aktion 2026 brachte den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigte, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Das Dreikönigssingen ermutigt die Sternsinger und ihre Begleitenden, sich auch weiterhin gegen Kinderarbeit einzusetzen und eine gerechte Welt zu gestalten. Erhebungen machen deutlich, wie wichtig dieses Engagement dauerhaft ist. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel.

Durch den Einsatz der kleinen und großen Könige in Deutschland werden Kinder in aller Welt gefördert. Straßenkinder, Flüchtlingskinder, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, deren Rechte missachtet werden oder die ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in rund 90 Ländern der Welt werden in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion Dreikönigssingen unterstützt werden.

Text: Kerstin Schneider

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