„Kalt wars, aber es hat Spaß gemacht und alle haben uns gut aufgenommen,“ sagen Bad Königshofener Sternsinger, die am Dreikönigstag oft mehr als fünf Stunden unterwegs waren.
Traditionell brachten sie den Segen der Weihnacht in die Häuser und schrieben den Segen 20+C+M+B+26 an die Haustüre. Dies natürlich erst, nachdem sie ihre Texte vorgetragen und sich damit vorgestellt hatten.
Bereits in der Mittagszeit wurde in Familien kurze Rast eingelegt, bevor es wieder weiter ging. Wie in den vergangenen Jahren hatten sich viele Familien angemeldet, „aber, weil wir noch Zeit hatten, haben wir auch andere Häuser besucht und das hat die Leute gefreut.“ Verständlich, dass die Sternsingergruppen sich gegen Abend dann im Pfarrgemeindehaus trafen.
Hier warteten warme Getränke, aber auch Bratwürste und Käsebrötchen auf die Kinder und Jugendlichen, spendiert von der Pfarrei. Diese Verköstigung der Sternsinger hat im Jahr 2000 begonnen, erinnert sich Andrea Metz. „Das ist dann ja ein kleines Jubiläum“, wirft Küster Michael Löhr ein. Er ist mit seiner Frau Margot seit Jahren mit im „Kochteam“ für die Sternsinger.80 Bratwürste, Käse und Brötchen und einiges mehr hat er eingekauft und kurz vor 16 Uhr brutzeln dann die ersten Bratwürste. Gerade rechtzeitig, denn schon kamen die ersten Kinder.
„Wir wollen uns erst einmal aufwärmen, was trinken und uns ausruhen,“ sagen sie lachend. Dann bringt Andrea Metz die Bratwürste und Käsebrötchen. Schnell bildete sich dann eine Warteschlange. „Es ist genug da, ihr könnt gerne nachholen,“ sagt Margot Löhr. „Ich hätte gerne nur ein Brötchen,“ heißt es da von den Kindern. Trocken wird es nicht gegessen, sondern mit Ketchup „verfeinert.“ Außerdem gab es die Möglichkeit mit Gurken oder Paprikaschoten es zu belegen.
Beim gemeinsamen Abendessen wurden die Geschehnisse des Nachmittags ausgetauscht und natürlich die Eltern per Handy informiert. Dier Jugendlichen hatten sich im hinteren Bereich des Pfarrsaals niedergelassen und spielten oder unterhielten sich. Probleme gab es in diesem Jahr nicht. „Wir wurden nicht dumm angemacht oder nicht eingelassen.“ Für viele von ihnen stand am Abend bereits fest: Im kommenden Jahr sind wir wieder mit dabei.
Kennenlernen stand auch bei der Pfarrersgruppe an, denn hier waren erstmals Pfarrer Stephan Frank und Gemeindereferent Michael Kuhn mit dabei. „Es hat mir sehr gut gefallen, ich habe Leute kennen gelernt und sie mich.“ Pfarrerin Tina Mertten nennt die Altenheime, wo oftmals die Frage gestellt wurde: „Und wer bis jetzt du?“ Da sei es immer lustig gewesen, wenn ich mich als die evangelische Pfarrerin outete.
Autor: Hanns Friedrich






